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Münster
15.05.2007, 9:00 Uhr
im morgendlichen Nieselregen
auf dem Platz vor der Halle Münsterland
entwickelt sich etwas!

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Eine Schar von
wasserfesten, |
freien Ärzten
geht in Position, |

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Presse, Funk
und Fernsehen
sind bald dabei! |
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Immerhin ist heute 110. Deutscher Ärztetag !

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Fleißig werden
Presseerklärung,
die Hamburger
Resolution und
die „Mythen zur
E-Card“ an die
Deligierten und
diePressse verteilt, |
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Interviews gehalten

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und im Schutze der Polizei mit
Überzeugungstätern Diskussionen
geführt !

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Das ließ sich die
Gesundheitsministerin
Ulla Schmidt nicht
entgehen! |

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Mit geübtem Lächeln:
„ ...das ist doch alles
längst mit Vertretern der
Ä rzteschaft beschlossen
worden...“ |
„ Nein, Frau Schmidt! Das
ist mit weisungsabhängigen
Mitgliedern von
Körperschaften öffentlichen
Rechtes ausgehandelt
worden!“ |

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Da drehte sie sich um
und sprach nur noch zur
Presse.... |
Die Presse schwieg die ganze Woche.
Am Freitag Mittag, dem 18.05.2007
konnten wir es dann lesen.
Mit großer Mehrheit wurde folgende Resolution von der
Deutschen Ärzteschaft verabschiedet:
Elektronische Gesundheitskarte (eGK)
Auf Antrag von Prof. Dr. Kahlke, Frau Dr. Lutz, Frau Dr. Ende, Dr. Scheffzek und Dr. Brunngraber
(Drucksache V-35) fasst der 110. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:
Viele ärztliche Berufsverbände, Kassenärztliche Vereinigungen und Landesärztekammern haben sich mit der
geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und den Auswirkungen auf die
Grundlagen der ärztlichen Berufsausübung und auf das Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und
Patienten befasst. Die zahlreichen Gründe für eine zunehmende Ablehnung der eGK aus der Ärzteschaft
können von den Initiatoren dieses Vorhabens in Politik und Wirtschaft nicht einfach ignoriert werden.
Den Ärztinnen und Ärzten geht es bei ihrem Widerstand gegen die Einführung der eGK nicht um materielle
Interessen, sondern um die Sicherung ihres ärztlichen Entscheidens und Handelns in einem von Vertrauen
geprägten Verhältnis zu ihren Patientinnen und Patienten.
Vor diesem Hintergrund fasst der 110. Deutsche Ärztetag den folgenden Beschluss:
Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sollen die Weichen für eine grundlegende
Modernisierung der Kommunikation im Gesundheitswesen gestellt werden. Diese politisch gewollte
Maßnahme ist in vielen ihrer Konsequenzen bis heute unklar und hätte gravierende Auswirkungen, weil
- das Arzt-Patienten-Verhältnis durch die Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Rechnern
schwer beschädigt oder sogar zerstört wird;
- die Patienten mit Hilfe des elektronischen Rezeptes in Risikoklassen eingeteilt werden können, die ihnen
womöglich ein ganzes Leben lang anhaften und sie bei der Erlangung von Versicherungsverhältnissen
benachteiligen:
- der Zugriff auf die Daten und deren Missbrauch durch Dritte nicht sicher zu verhindern sein;
- es keinen belegbaren Nutzen gibt;
- die Handhabung unserer Praxisabläufe erheblich behindert wird;
- die Kosten dieser milliardenschweren Entwicklung auf Patienten auf Patienten und Ärzte abgewälzt
werden.
Im Interesse eines verantwortungsbewussten ärztlichen Entscheidens und Handelns für die Patientinnen und
Patienten und zum Schutz ihrer Daten lehnt der 110. Deutsche Ärztetag die Einführung der elektronische
Gesundheitskarte in der bisher vorgestellten Form ab, und fordert die Einrichtung eines
Tagesordnungspunktes auf dem 111. Deutschen Ärztetag, um die Einflüsse der Telematik auf unsere
ärztliche Berufstätigkeit zu behandeln.
Danke an alle, die in den vergangenen Monaten mit
ihrem Einsatz diesen Moment möglich gemacht haben!!
Danke an Eure Familien, Eure Praxis-Mitarbeiterinnen.
Ihr wart großartig !!
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