Gegen die Kriminalisierung von Webmastern



Der Wahrheit die Ehre geben......
Lügen und Betrügen stoppen....
Nicht Geiz ist Geil, sondern Fairness ist Geil....
Jetzt reicht`s! Schreiben Sie an Ulla Schmidt und Karl Lauterbach!
Karl Lauterbach: "Es gibt keine Berufsgruppe, die so brutal die Menschen ausnutzt, wenn es um das eigene Einkommen geht, wie die Ärzteschaft."
Ursula Schmidt: "Mich ärgert vielleicht, wenn Patienten oder kranke Menschen in Geiselhaft genommen werden für Forderungen nach mehr Geld. Es gibt ja keine Reformvorschläge. Jeder weiß, es kann so nicht weitergehen, und außer der Forderung zum Beispiel der Ärzte, dass man sieben Milliarden Euro mehr für die Vergütung haben will, kenne ich keine Forderung."
eine Entschuldigung Ihrerseits würde nicht reichen,Frau Schmidt
sehr geehrte Frau Schmidt. Ich bin 55 Jahre alt, seit 27 Jahren Arzt, seit 23 Jahren Landarzt in eigener Praxis. In dieser Zeit habe ich viel erlebt, Positives und Negatives. Ich will Ihnen ein Beispiel erzählen. Vor 13 Jahren wurde ich im allgemeinärztlichen Notdienst von der Kreisleitstelle des Rettungsdienstes gebeten, zu einem "Unfall mit einem Motorradfahrer" zu fahren. Ich fand dort einen leblosen Körper unter einem LKW, in einem Fahrschul-PKW saß regungslos und kreidebleich ein Fahrlehrer. Sein Fahrschüler, ein 17jähriger Junge war am Tag vor der Fahrprüfung, eine Woche vor seinem 18. Geburtstag in der Fahrstunde in einer Kurve mit dem Motorrad auf Rollsplit ausgerutscht und von einem entgegen kommenden LKW überrollt und tödlich verletzt worden. Ich höre heute noch den Schrei der Ehefrau des Fahrlehrers, die zum Unfallort gekommen war. Die Polizisten baten mich dann, zur Fahrschule zu fahren und dem Vater die Nachricht vom Tode seines Sohnes zu überbringen. Ich habe vor der Fahrschule auf ihn gewartet. Er kam mit einem Wohnmobil um seinen Sohn abzuholen, im Wohnmobil saß ein großer Hund. Mein Sohn war damals auch 17 Jahre alt, wir sind auch mit Wohnmobil und Hund in Urlaub gefahren, ich habe ihn auch immer von der Fahrschule abgeholt. Als der Vater kam, um seinen Sohn abzuholen, stand ich dort. Er hat mir in einem späteren Gespräch gesagt, daß er, als er mich dort sah, wußte ,was passiert war.
Sehr geehrte Frau Schmidt, das ist nur ein Beispiel eines grausamen Erlebnisses, wir Ärzte erleben das öfter, Tag für Tag. Manche häufiger, andere seltener. Nicht nur solche Ereignisse erleben wir, nein, Frau Schmidt, unsere tägliche Arbeit ist dadurch gekennzeichnet. Was glauben Sie, wie es ist, jemanden mit der Diagnose Krebs zu konfrontieren. Glauben Sie, es prallt an uns ab, unheilbar Kranke elend leiden zu sehen ? Es ist unsere tägliche Arbeit, zu versuchen zu helfen und zu heilen. Oft genug bleibt uns nur der mehr oder weniger "erfolgreiche" Versuch, Menschen halbwegs anständig in den Tod zu geleiten, wobei wir uns durch rechtliche Unzulänglichkeiten auf einem schmalen Grat bewegen. Geregelte Arbeitszeiten kennen wir nicht, unsere Familien kennen uns manchmal kaum noch.
Jetzt wagen wir, dafür neben Respekt auch noch eine anständige Honorierung einzufordern. Wir tun das nicht, um im Luxus zu schwelgen. Wir tun es, um unsere Praxen weiter führen zu können, um weiter für die Patienten da zu sein.
Doch statt uns dafür Respekt entgegen zu bringen, bezichtigen Sie uns eines der schlimmsten Verbrechen, die Menschen begehen können. Sie unterstellen uns, die Patienten in Geiselhaft zu nehmen. Sie stellen uns auf eine Stufe mit denen, die in Erfurt und Emsdetten schlimme Verbrechen begangen haben.
Frau Schmidt, ich kann nur hoffen, daß Sie diese Worte in Panik ausgesprochen haben, in der Sorge, daß wir unsere Geiseln auf unserer Seite haben. Wenn das nicht der Fall ist, dann sollten Sie sich mal überlegen was Sie dort gesagt haben. Dann können Sie eigentlich nur zu einem Ergebnis kommen: Eine Entschuldigung bei den deutschen Ärzten, die unter immer schwierigeren Verhältnissen Ihre verantwortungsvolle Arbeit verrichten, kann nicht ausreichend sein.
Es gibt nur eine Antwort auf Ihre Entgleisung: treten Sie von Ihrem Amt als Gesundheitsministerin zurück, nehmen Sie Ihren Fliegenträger mit. Ein ganzes Volk wird es Ihnen danken.
Beitrag von: Dr. med. Henning Förster, Datum: 06.12.06 19:19

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