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Zeitung: Niedersachsen verkauft Landeskrankenhäuser
Die Würfel für die Zukunft der acht Landeskrankenhäuser (LKH), die das Land Niedersachsen privatisieren will, fallen angeblich in der nächsten Woche. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe) berichtete vorab unter Berufung auf Regierungskreise, das Kabinett werde am 16. Januar die Zuschläge erteilen. Für jede Klinik seien in der letzten Runde mehrere Interessenten übrig geblieben.
Einige Bewerber wollten mehrere Häuser gleichzeitig übernehmen, schrieb die Zeitung. Zum Schluss habe es in drei Fällen kartellrechtliche Bedenken gegeben, die nunmehr ausgeräumt seien. Für das LKH in Wunstorf habe sich die Region Hannover beworben. Allerdings hätten auch private Klinikbetreiber Interesse an Wunstorf. Landesweit hätten in der Vorauswahl des Landes auch die Klinik-Konzerne Asklepios und Ameos zu den Bietern gehört.
Besondere Aufmerksamkeit finde der Verkauf in den Gegenden, in denen sich kommunale oder gemeinnützige Träger Hoffnungen auf die Übernahme machen, schrieb das Blatt weiter. Das gelte für die Region Hannover, für die Stadt Lüneburg, die sich für das LKH in der Stadt interessiere und für den "Psychiatrieverbund Oldenburg". Dieser Zusammenschluss von sechs Kreisen, drei kreisfreien Städten und mehreren Kliniken im Oldenburger Land wolle das LKH in Wehnen im Kreis Ammerland betreiben. Hier sei die Entscheidung besonders spannend, weil der Psychiatrieverbund vorübergehend aus dem Rennen ausgeschieden war, dann aber wieder zurückkehrte. Das katholische Bistum Osnabrück habe Interesse am dortigen LKH gezeigt, die evangelische Stiftung Neuerkerode bemühe sich um das LKH in Königslutter bei Helmstedt.
© änd Ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH
11.01.2007
Asklepios übernimmt Klinikum Uckermark
Die Asklepios Kliniken GmbH wird 94 Prozent der Geschäftsanteile der Klinikum Uckermark GmbH in Schwedt übernehmen. Die Stadtverordneten stimmten am Donnerstag dem Verkauf zu, wie eine Rathaussprecherin sagte. Sie folgten damit der Empfehlung der Stadtverwaltung, die sich nach einem Bieterverfahren für das Angebot von Asklepios ausgesprochen hatte. Der Kaufpreis betrage 20 Millionen Euro. Zudem gebe es eine Verkaufsoption für die übrigen sechs Prozent.
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Asklepios habe für die nächsten Jahre Investitionen von rund 45 Millionen Euro vertraglich zugesichert, sagte eine Unternehmenssprecherin. Zudem sollen die Arbeitsplätze erhalten und mit dem Ausbau des Leistungsangebotes sogar erweitert werden. Der Übernahme müsse noch das Kartellamt zustimmen. Das 500-Betten-Klinikum in Schwedt hat 14 Fachabteilungen und knapp 1.000 Mitarbeiter. An dem europaweiten Bieterverfahren hatten sich laut Stadtverwaltung zehn Unternehmen beteiligt.
Die nach eigenen Angaben größte private Klinikkette Europas ist in Brandenburg an fünf Standorten engagiert. So hatte das Land Anfang des Jahres den Verkauf von drei Landeskliniken in Brandenburg/Havel, Lübben und Teupitz an Asklepios beschlossen. Zudem betreibt das Unternehmen die Fachklinik Birkenwerder.
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Rubrik: Berufspolitik
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29.09.2006 17:09 / js
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© änd Ärztenachrichtendienst Verlagsgesellschaft mbH
Eine gute Übersicht (`mal sehen wie lange) über den Verkauf der Uniklinik Gießen an Rhön und die Folgen gibt es hier
und den aktuellsten Bericht v. 21.04.09 hier
SPD-Kanzlerkandidat Franz-Walter Steinmeier (angeblich nicht verwandt oder befallen von petrohaga loriotii) hat am 03.08.09 seinen Deutschland-Plan mit dem Versprechen von 4 Millionen neuen Arbeitsplätzen in die Welt gesetzt. 1 Million neue Arbeitsplätze sollen bis 2020 im Gesundheitswesen entstehen.
Der „Deutschlandplan“ des Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier baut u.a. darauf, dass sich die Gesundheitswirtschaft im nächsten Jahrzehnt als Jobmotor entwickelt. 1 Million neue Jobs in der Gesundheitswirtschaft will er bis 2020 schaffen.
Steinmeier zeigt sich als Anhänger der elektronischen Gesundheitskarte, ist von der Bürgerversicherung begeistert und von der Idee, dass Ärzten Arbeit abgenommen wird.
Neue Berufs- und Tätigkeitsfelder sollen außerdem durch integrierte Versorgung entstehen: „Wir wollen ambulante und stationäre Versorgung besser verbinden und einen nahtlosen Übergang von der stationären in die ambulante Versorgung oder in die Rehabilitation und Pflege sicherstellen. Darum müssen Krankenhäuser sich stärker für ambulante Versorgung öffnen“, schreibt Steinmeier. „Die ambulant tätigen Haus- und Fachärzte müssen stärker mit Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zusammenarbeiten. Integrierte Versorgung und strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen müssen wir ausbauen.“
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, daß nur 2 Tage später die Rhön-Klinikum-AG alle neuen Aktien im Rahmen seiner Kapitalerhöhung losgeworden ist.
99,9 Prozent der neuen Aktien seien von Bezugsrechts-Inhabern gezeichnet worden. Die verbliebenen Aktien wurden den Angaben zufolge im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung veräußert.
"Damit sind die Weichen für unseren Wachstumskurs gestellt", sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Rhön-Klinikum will mit dem Geld weitere Kliniken aus der öffentlichen Hand übernehmen. Das Unternehmen rechnet von 2010 an mit einer neuen Privatisierungswelle.
Das Grundkapital wurde durch die Kapitalerhöhung um 86,38 Millionen auf 345,58 Millionen aufgestockt. Insgesamt wurden gut 34,5 Millionen Stückaktien ausgegeben.
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