Stärkung von Eigenverantwortung, Qualität und Wettbewerb im Gesundheitswesen
Infolge gesundheitspolitischer Fehlentscheidungen der letzten Jahrzehnte droht Deutschlands ehemals an der Weltspitze liegendes Gesundheitswesen nun vorrübergehend zu einem wettbewerbsunfähigen Staatsgesundheitswesen zu verkommen. Nach erfolgter Umstrukturierung wird die Gesundheitsversorgung in den Händen privater Träger von medizinischen Versorgungszentren und Kliniken liegen. Spätestens dann werden die Kosten wirklich explodieren.(s. Energiewirtschaft)
Das deutsche Gesundheitssystem hat solange zur Zufriedenheit aller funktioniert, wie es weder Streit über die Bezahlbarkeit von Leistungen noch die Angemessenheit von Honoraren gegeben hat, d. h. solange die Kassen selber gut "bei Kasse" waren.
Dass die Kassen pleite sind ist bekannt, ebenso wie die vielfältigen Gründe dafür.
Das System ist für die betroffenen Bürger völlig undurchschaubar. Wo bleibt das viele Geld?
Das System ist für die betroffenen Bürger nicht beeinflussbar. Wo bleibt hier das Recht auf Selbstbestimmung? Kann jetzt nur noch der mehr für sich tun, der nach Abzug von ca. 15% seines Einkommens noch etwas übrig hat für eine Zusatzversicherung ?
Ist das die neue 2 Klassenmedizin? Und wer soll die medizinische Versorgung sicherstellen, wenn die Beiträge nicht hauptsächlich denjenigen zu Gute kommen, die die Versorgung erbringen, die Ärzte abwandern und der Nachwuchs ausbleibt?
Diese Undurchschaubarkeit und jede daran festhaltende weitere Maßnahme verdichtet das verfilzte Dickicht zwischen Bürokratie und Fremdbestimmung über den Kopf der Betroffenen hinweg.
Es bestimmen zu viele und es bedienen sich zu viele, die mit der eigentlichen Versorgung im Krankheitsfall gar nichts zu tun haben.
Selbsternannte Experten schwingen sich auf zu Beratern und Entscheidern in Gesundheitsfragen, ohne jemals von den Betroffenen dazu ermächtigt worden zu sein oder über die nötige Qualifikation zu verfügen.
Der Bürger sieht sich, seiner freiheitlichen Grundrechte beraubt, plötzlich als Spielball um die Verteilung der Gesundheitsmilliarden und verliert dabei immer mehr Qualität in der Versorgung bei immer weiter steigenden Kosten.
Die Antwort unserer Politiker besteht in „noch mehr Staat, noch eine Behörde, noch eine Kontrollinstanz, noch ein Gesundheitsfond, noch eine Pauschale“ etc.
Der Gesundheitsmarkt in Deutschland wird weiter reguliert und bürokratisiert. Es wird der Weg in Richtung standardisierter Behandlung zu Einheitspreisen geebnet.
Es fehlen nur noch die Standardbürger.
Schluß damit!
Die Bestimmung über die Versicherung und Versorgung im Krankheitsfall gehört, bis auf eine Grundabsicherung, zurückgelegt in die Hände der Betroffenen, nämlich der Patienten und Ärzte.
Allein dieser Schritt wird zu einer erheblichen Senkung der Kosten durch Wegfall der Verwaltungsbürokratie führen. Die eingezahlten Beiträge kommen wieder der Versorgung der Patienten zugute und die Ärzte können wieder angemessen bezahlt werden.
Die direkte Beziehung zwischen Arzt und Patient als ausschließliche Partner in Gesundheitsfragen, ohne Einmischung und Vorgaben von Gesundheitsbürokraten, ist der einzige Garant für ein modernes, leistungsfähiges und wettbewerbsfähiges Gesundheitswesen.
Dazu gehört untrennbar die Einführung einer Direktabrechnung zwischen Arzt und Patient und die Kostenerstattung durch die Versicherer an den Patienten gemäß des von ihm gewählten Tarifes. Nur so kann der Bürger selbstbestimmt und eigenverantwortlich handeln.
Die Direktabrechnung bringt die nötige Transparenz ins System und stellt endlich wieder den Bezug zum Wert einer Leistung und damit auch zu deren Wertschätzung her.
Die gegen die Direktabrechnung und Kostenerstattung vorgebrachten Argumente der Überforderung der Patienten und das Schüren der Angst, der Patient könne womöglich mit überhöhten Rechnungen in den finanziellen Ruin getrieben werden, sind Versuche der Bürokraten, ihre Daseinsberechtigung zu rechtfertigen und dem Bürger seine Mündigkeit abzusprechen.
Die auf Seiten der Ärzte vorgebrachten Warnungen vor hohen Zahlungsausfällen durch unbeglichene Patientenrechnungen dienen ebenfalls dem Zweck, die Ärzte in diesem System zu halten und die ärztlichen Verwaltungs-Funktionärsposten zu erhalten.
Dabei kann der vorhergesagte Ausfall niemals so hoch sein wie die durch das derzeitige System verursachten Ausfälle infolge unsicherer, diktierter Preise, Kassenrückforderungen aus zurückliegenden Jahren, schlichte Nichtbezahlung des Dienstes am Patienten oberhalb der Budgetgrenzen, die persönliche Haftbarmachung für Medikamentenkosten, die Kosten für verordnete Punktesammelei für Fortbildungen, die Kosten für Qualitätsmanagement und Kontrollen und die Umsetzung sonstiger unsinnigster Bestimmungen und die Bezahlung hochdotierter Selbstverwaltungsfunktionäre.
Direktabrechung und Kostenerstattung funktioniert in der privaten Krankenversicherung schon immer, ist in den meisten Ländern der Welt üblich und funktioniert bestens.
Missbrauch und Vorteilsnahme, sprich schwarze Schafe, gibt es immer und in jeder Branche. Es gibt sie um so weniger, je transparenter und selbstbestimmter ein System ist und um so mehr, je undurchsichtiger und fremdbestimmter ein System ist.
Gleiches gilt für die Möglichkeiten der Gegenwehr!
Nicht Geiz ist geil! Fairness ist geil!
Der Staat hat die Rahmenbedingungen zur Sicherstellung einer Versorgung der Bürger im Krankheitsfall zu schaffen und zwar unter der Maxime:
So viel Staat wie nötig und so wenig Staat wie möglich
-
Ermöglichung freien Wettbewerbes zwischen freien Versicherungsunternehmen und Verhinderung von Kartellbildung, echter Wettbewerb auch international
-
Ermöglichung freiberuflicher ärztlicher Tätigkeit auf der Basis einer nicht festgeschriebenen Gebührenordnung, echter Wettbewerb
-
Einführung einer Versicherungspflicht zur Grundabsicherung aller Bürger bei freier Versicherungswahl, darüber hinausgehend hat jeder Bürger das Recht auf eine weitere, selbst gewählte Absicherung
-
Gewährung der Unantastbarkeit des Arzt-Patientengeheimnisses ohne Speicherung von Gesundheitsdaten auf einem Zentralserver.
-
Ungestörte Direktbeziehung zwischen Arzt und Patient, ohne Einflussnahme Dritter, wie es derzeit durch die einseitige Festlegung des Versorgungsangebotes durch die Krankenkassen geschieht.
-
Einrichtung einer steuerfinanzierten Fürsorgekasse zur Sicherstellung der Krankheitsversorgung der sozial Schwachen und Armen.
Konkrete Auswege für alle Bürger in dem Gängelungswahn finden Sie hier |