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welchen zentralen Wert die Ärzte verteidigen, wenn sie sich gegen die
Zerstörung unseres solidarisch verfassten Gesundheitswesens wenden
und welche Leistung sie erbringen, wenn sie unterschiedslos für uns
Patienten da sind, statt den Renditeinteressen von Kapitalgesellschaften
zu dienen.
Renate Hartwig - Jagdhornstrasse 11 - D-89278 Nersingen - Telefon: (07308) 922103
Telefax: (07308) 922101 –
Für mich war das Schlüsselerlebnis der Ärzteprotest, der am 25.4.2007 in der
Meistersingerhalle in Nürnberg stattfand. Ungeheuerliche Fakten wurden auf den
Tisch gelegt. Die fassungslose Wut der Ärzte prallte an der Arroganz und Ignoranz
der Macht (in Gestalt der Sozialministerin Stewens und der CSU-Abgeordneten
Zöller und Zimmermann) ab. Blitzartig verstand ich: Der gordischen Knoten musste
zerschlagen werden. Ärzte und Patienten müssen in dieser einmaligen Notlage zu
einer Einheit verschmelzen. Wenn die Politik es schaffte, Gesundheitsreformen
gegen den erbitterten Widerstand nahezu der gesamten Ärzteschaft machen zu
können, so würde sie niemals Gesundheitsreformen gegen Millionen Beitragszahler
herbeiführen können.
So startete ich Unterschriftenaktionen – in denen Bürgerpatienten sich für die freie
niedergelassene Arztpraxis aussprachen. Allein in Bayern kam es innerhalb weniger
Wochen zu 575.000 Unterschriften für den Erhalt der Hausarztpraxen; heute stoßen
wir an die Millionengrenze. Auch in Baden Württemberg dokumentieren inzwischen
Hunderttausende ihren politischen Willen:
niedergelassene Arztpraxis!
Bürgerpatienten auf die fatale Situation im Gesundheitswesen aufmerksam. Die
Pflegeberufe meldeten sich. Dann kamen die Physio- und Ergotherapeuten,
Apotheker, Klinikärzte und Heilberufe. Ein immer breiteres Netzwerk bildete sich, das
informell, aber mit glühenden Drähten funktioniert. Ich bin überzeugt: Es ist nur der
Beginn einer einmaligen Solidarisierungsaktion in unserer Republik.
Viele lachten mich aus, als ich mit der Idee Großveranstaltung mit dem Slogan „Wir
sagen NEIN zu Eurer Gesundheitspolitik“ ankam und kurzerhand das Münchner
Olympiastadion für eine Kundgebung mietete. Es gelang - weil am 7. Juni 2008 ca.
28.000 Bürgerpatienten und bayerische Hausärzte erfolgreich ZUSAMMEN gewirkt
und bewiesen haben: Es geht. Daran messe ich Erfolg und schöpfe Kraft für neue
noch größere Aktionen! Die Politiker aller Parteien müssen wissen: Die
Gesundheitspolitik wird zum Wahlkampfthema Nummer eins im Jahr 2009! Durch die
Banken- und Finanzkrise wird sichtbar, was uns auch im Gesundheitswesen blüht:
Die Gewinne werden privatisiert und die Verluste sozialisiert!
Um Hintergründe und Zusammenhänge außerhalb der „Expertenzirkel“ und
Ärzteforen öffentlich zu machen, schrieb ich mein Buch "Der verkaufte Patient".
Innerhalb vierzehn Tagen sprang es auf die Bestsellerlisten. Und siehe da, der
schlafende Riese Patient wurde wach. Immer mehr Menschen in Deutschland
fordern:
Wir wollen auch in Zukunft die freieÜber www.patient-informiert-sich.de wurden immer mehr
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Wir wollen über die politische Debatte!
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Lobbyistenkammern über die Verteilung unserer Beitragsgelder
entschieden wird.
Renate Hartwig - Jagdhornstrasse 11 - D-89278 Nersingen - Telefon: (07308) 922103
Telefax: (07308) 922101 –
Wir nehmen es nicht länger hin, dass in Hinterzimmern von „Experten“ undwww.renatehartwig.de – e-mail: r.hartwig@t-online.de
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mehr.
Wir glauben politischen Schlagworten wie „Gesundheit ist für alle da“ nicht
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Kapitalgesellschaften!
Wir verweigern uns einer Übernahme des Gesundheitswesens durch
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Praxen unserer Ärzte!
Wir protestieren gegen die infamen Gleichschaltungsprozesse in den
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Gemeinwesens durch die Herrschaft von Lobbyisten und Experten, die
sogar bei Gesetzesvorlagen mitwirken!
Politiker sollen wissen: Der Riese streckt sich, er gähnt und wird Tag für Tag wacher!
Die Berge von täglicher Post zeigen mir: Die Stimmung geht bundesweit in einer
Richtung: Die Karten auf den Tisch! Und zwar rückhaltlos! Die Gesundheitspolitik
darf nicht länger eine demokratiefreie Zone sein, in der sich Konzerne nach
Gutsherrenart bedienen dürfen.
Dem Kampf gegen Windmühlen setze ich Einmischen ist Bürgerpflicht! entgegen.
Fragen Sie sich: Weshalb entscheiden Dritte über mich ohne das ich als
gleichberechtigter Partner wahr genommen zu werde?
Mittlerweile gibt es in Deutschland über 401 Bürgerpatienten Stammtische. Die Politik
fürchtet sie wie der Teufel das Weihwasser. Sie sind ein Stück gelebte Demokratie.
Sie liefern ein untrügliches Stimmungsbarometer, was Bürger wirklich wollen. Sie
zerstören Desinformation. Bürger informieren sich schlicht gegenseitig. Alle die
informiert sind, lassen sich nicht mehr blenden von der Berliner
Desinformationsmaschine. Eine Bewegung ist in Gang gekommen.
Machen Sie mit! Lesen Sie! Forschen Sie! Engagieren Sie sich! Tauschen Sie sich
mit anderen Menschen aus! Hören wir mehr einander zu! Immer mehr Menschen
gehen diesen Weg. Sie denken und reden mit. Das zeigen auch die Reaktionen auf
mein Buch. Bundesweit schreiben mir Leser und sagen „
Verständnis für die Probleme der Ärzte! Immer mehr schließen sich meinem Aufruf
am Ende des Buches an: "
patientenorientierte Medizin!
Der Riese Patient schläft nicht mehr. Er ist hellwach!
Wir protestieren gegen die Aushöhlung unseres demokratischenWir machen mit“! Wir zeigenLassen wir die Ärzte nicht allein in ihrem Kampf um“
Renate Hartwig