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4.11.08

Der schlafende Riese Patient ist aufgewacht!

Immer wieder wird mir die Frage gestellt

für den Schulterschluss Arzt & Patient?“

Es gibt nur einen, der den politischen Ausverkauf des deutschen

Gesundheitswesens stoppen kann: Der schlafende Riese Patient!

In vielen Einzel- und Gruppengesprächen mit Ärzten wurden mir im Frühjahr 2007

zwei Dinge klar: 1. Das politische Verbrechen an den Hausärzten und freien Ärzten,

die bewusst von der Politik in den Ruin getrieben werden, um ihre Praxen für die

billige Übernahme durch die Konzerne zu präparieren. 2. Das politische Verbrechen

an uns Patienten, deren Geld veruntreut, deren Interessen missachtet und deren

demokratische Mitwirkung mit Füßen getreten wird. Und ich begriff: Das sind nur

zwei Seiten einer Medaille!

Bisher haben wir den Kampf gegen die Monstrositäten der Gesundheitsreform allein

den Ärzten überlassen. Für sie ist es ein Überlebenskampf, den sie nicht gewinnen

können, wenn nicht die Republik der Patienten aufsteht und sich zu einer Bewegung

formiert, damit die Akteure wissen, wir Bürger sagen NEIN zu dieser

Gesundheitspolitik! Die Ärzte allein sind allein zu schwach:

“Warum engagieren Sie sich so vehementMeine Antwort::

ankommen.

Weil sie gegen die politisch inszenierte Welle an Desinformation nicht

welchen zentralen Wert die Ärzte verteidigen, wenn sie sich gegen die

Zerstörung unseres solidarisch verfassten Gesundheitswesens wenden

und welche Leistung sie erbringen, wenn sie unterschiedslos für uns

Patienten da sind, statt den Renditeinteressen von Kapitalgesellschaften

zu dienen.

Renate Hartwig - Jagdhornstrasse 11 - D-89278 Nersingen - Telefon: (07308) 922103

Telefax: (07308) 922101 –

Für mich war das Schlüsselerlebnis der Ärzteprotest, der am 25.4.2007 in der

Meistersingerhalle in Nürnberg stattfand. Ungeheuerliche Fakten wurden auf den

Tisch gelegt. Die fassungslose Wut der Ärzte prallte an der Arroganz und Ignoranz

der Macht (in Gestalt der Sozialministerin Stewens und der CSU-Abgeordneten

Zöller und Zimmermann) ab. Blitzartig verstand ich: Der gordischen Knoten musste

zerschlagen werden. Ärzte und Patienten müssen in dieser einmaligen Notlage zu

einer Einheit verschmelzen. Wenn die Politik es schaffte, Gesundheitsreformen

gegen den erbitterten Widerstand nahezu der gesamten Ärzteschaft machen zu

können, so würde sie niemals Gesundheitsreformen gegen Millionen Beitragszahler

herbeiführen können.

So startete ich Unterschriftenaktionen – in denen Bürgerpatienten sich für die freie

niedergelassene Arztpraxis aussprachen. Allein in Bayern kam es innerhalb weniger

Wochen zu 575.000 Unterschriften für den Erhalt der Hausarztpraxen; heute stoßen

wir an die Millionengrenze. Auch in Baden Württemberg dokumentieren inzwischen

Hunderttausende ihren politischen Willen:

niedergelassene Arztpraxis!

Bürgerpatienten auf die fatale Situation im Gesundheitswesen aufmerksam. Die

Pflegeberufe meldeten sich. Dann kamen die Physio- und Ergotherapeuten,

Apotheker, Klinikärzte und Heilberufe. Ein immer breiteres Netzwerk bildete sich, das

informell, aber mit glühenden Drähten funktioniert. Ich bin überzeugt: Es ist nur der

Beginn einer einmaligen Solidarisierungsaktion in unserer Republik.

Viele lachten mich aus, als ich mit der Idee Großveranstaltung mit dem Slogan „Wir

sagen NEIN zu Eurer Gesundheitspolitik“ ankam und kurzerhand das Münchner

Olympiastadion für eine Kundgebung mietete. Es gelang - weil am 7. Juni 2008 ca.

28.000 Bürgerpatienten und bayerische Hausärzte erfolgreich ZUSAMMEN gewirkt

und bewiesen haben: Es geht. Daran messe ich Erfolg und schöpfe Kraft für neue

noch größere Aktionen! Die Politiker aller Parteien müssen wissen: Die

Gesundheitspolitik wird zum Wahlkampfthema Nummer eins im Jahr 2009! Durch die

Banken- und Finanzkrise wird sichtbar, was uns auch im Gesundheitswesen blüht:

Die Gewinne werden privatisiert und die Verluste sozialisiert!

Um Hintergründe und Zusammenhänge außerhalb der „Expertenzirkel“ und

Ärzteforen öffentlich zu machen, schrieb ich mein Buch "Der verkaufte Patient".

Innerhalb vierzehn Tagen sprang es auf die Bestsellerlisten. Und siehe da, der

schlafende Riese Patient wurde wach. Immer mehr Menschen in Deutschland

fordern:

Die Bürger müssen aufgeklärt werden und verstehen dann sehr schnell,www.renatehartwig.de – e-mail: r.hartwig@t-online.deWir wollen auch in Zukunft die freieÜber www.patient-informiert-sich.de wurden immer mehr

Wir wollen über die politische Debatte!

Lobbyistenkammern über die Verteilung unserer Beitragsgelder

entschieden wird.

Renate Hartwig - Jagdhornstrasse 11 - D-89278 Nersingen - Telefon: (07308) 922103

Telefax: (07308) 922101 –

Wir nehmen es nicht länger hin, dass in Hinterzimmern von „Experten“ undwww.renatehartwig.de – e-mail: r.hartwig@t-online.de

mehr.

Wir glauben politischen Schlagworten wie „Gesundheit ist für alle da“ nicht

Kapitalgesellschaften!

Wir verweigern uns einer Übernahme des Gesundheitswesens durch

Praxen unserer Ärzte!

Wir protestieren gegen die infamen Gleichschaltungsprozesse in den

Gemeinwesens durch die Herrschaft von Lobbyisten und Experten, die

sogar bei Gesetzesvorlagen mitwirken!

Politiker sollen wissen: Der Riese streckt sich, er gähnt und wird Tag für Tag wacher!

Die Berge von täglicher Post zeigen mir: Die Stimmung geht bundesweit in einer

Richtung: Die Karten auf den Tisch! Und zwar rückhaltlos! Die Gesundheitspolitik

darf nicht länger eine demokratiefreie Zone sein, in der sich Konzerne nach

Gutsherrenart bedienen dürfen.

Dem Kampf gegen Windmühlen setze ich Einmischen ist Bürgerpflicht! entgegen.

Fragen Sie sich: Weshalb entscheiden Dritte über mich ohne das ich als

gleichberechtigter Partner wahr genommen zu werde?

Mittlerweile gibt es in Deutschland über 401 Bürgerpatienten Stammtische. Die Politik

fürchtet sie wie der Teufel das Weihwasser. Sie sind ein Stück gelebte Demokratie.

Sie liefern ein untrügliches Stimmungsbarometer, was Bürger wirklich wollen. Sie

zerstören Desinformation. Bürger informieren sich schlicht gegenseitig. Alle die

informiert sind, lassen sich nicht mehr blenden von der Berliner

Desinformationsmaschine. Eine Bewegung ist in Gang gekommen.

Machen Sie mit! Lesen Sie! Forschen Sie! Engagieren Sie sich! Tauschen Sie sich

mit anderen Menschen aus! Hören wir mehr einander zu! Immer mehr Menschen

gehen diesen Weg. Sie denken und reden mit. Das zeigen auch die Reaktionen auf

mein Buch. Bundesweit schreiben mir Leser und sagen „

Verständnis für die Probleme der Ärzte! Immer mehr schließen sich meinem Aufruf

am Ende des Buches an: "

patientenorientierte Medizin!

Der Riese Patient schläft nicht mehr. Er ist hellwach!

Wir protestieren gegen die Aushöhlung unseres demokratischenWir machen mit“! Wir zeigenLassen wir die Ärzte nicht allein in ihrem Kampf um

Renate Hartwig